Dresden, den 15.07.2012
Entspanntes
Schlendern, Schwofen und Genießen bei der
4.
Dresdner Schlössernacht
Über
250 Künstler sorgten für ein
musikalisches Feuerwerk
Von Sabine Mutschke:
Eine
Nacht lang am Elbhang flanieren, Kunst und Kultur erleben und den
tollen Blick auf Dresden bewundern – die Idee der Dresdner
Schlössernacht fand auch in diesem Jahr enormen Zuspruch bei den
Dresdnern und ihren Gästen. Insgesamt besuchten 6000 Menschen am
Samstag das restlos ausverkaufte Fest, das die fantasievoll
verwandelten Parkanlagen von Schloß Albrechtsberg, Schloss Eckberg,
Lingnerschloss und Saloppe eine Nacht lang vereinte.
Auf
15 Bühnen und Spielstätten konnten die Gäste eine enorme
Bandbreite von Musikrichtungen erleben - vom flotten Boogie bis zu
handgemachter Rockmusik, von witzigen Gassenhauern bis zu
preisgekrönter Klassik, von latein-amerikanischen Rhythmen bis zum
gefühlvollen Chanson. Rund 75 Prozent der Künstler kommen aus
Dresden und Umgebung.
„Ich
bin immer wieder fasziniert von dem geballten Talent und der enormen
Spielfreude unserer Künstler“, so die künstlerische Leiterin
Sylvia Grodd. „Nach der Absage des Feuerwerks hatten wir das
Bühnenprogramm von 200 auf 250 Künstler aufgestockt, und
sie
haben wirklich ein musikalisches Feuerwerk gezaubert und die Menschen
begeistert.
Vielerorts
gab es ganz viel Nähe zwischen den Künstlern und Besuchern – und
damit Gänsehaut für uns als Veranstalter.“
Zu
vorgerückter Stunde sorgten die fantastischen Projektionen am
Schloss Albrechtsberg
für
einen besonderen Höhepunkt. Hier beobachten die Besucher mit
Staunen, wie die Videoprojektionen die Fassade scheinbar in Bewegung
versetzten. Konzipiert als eine Reise durch die Jahreszeiten wuchsen
Bäume in den Himmel, huschten Schmetterlinge über die Mauern,
brachte ein Herbststurm die Fassade zum Bröckeln, rieselten
Schneeflocken leise herunter.
„Auf
die neu entwickelten Projektionen haben wir einen größeren Fokus
gelegt und den Beginn extra vorverlegt, um das fehlende Feuerwerk
etwas zu kompensieren“, sagt Mirco Meinel, Geschäftsführer der
First Class Concept GmbH, die die Schlössernacht veranstaltet.
„Dennoch – ein Feuerwerk gehört zur Schlössernacht unbedingt
dazu, auch wir haben es vermisst. Bevor der Wachtelkönig im nächsten
Jahr wieder sein Veto einlegt, wollen wir
gemeinsam
mit den Behörden unbedingt eine neue Variante für ein Feuerwerk
erarbeiten.“
Der
Termin für die 5. Auflage der Dresdner Schlössernacht steht schon
fest: 13. Juli 2013.
Impressionen
von der diesjährigen Dresdner Schlössernacht findet man ab Montag
auf
Hintergrund
Das
Areal der Dresdner Schlössernacht entspricht einer Fläche von rund
50 Fußballfeldern, die von fünf Kilometer langen, illuminierten
Wandelwegen durchzogen wurde. Sie verbanden
15
Bühnen und Spielstätten, sie führten zu Schlemmer- und
Erfrischungsinseln und zu geheimnisvoll illuminierten Orten. Rund 25
Gastronomen sorgten für vielfältigen Geschmack und ein gutes
Bauchgefühl – von Grillwust bis Sushi, von Crepes bis zum
klassischen Fischbrötchen reicht das Angebot. Überall luden
Sitzgruppen zum Verweilen, Schlemmen und Genießen ein, oft verbunden
mit einem tollen Blick auf Dresden.
Künstlerische
Vielfalt für jeden Geschmack
Mehr
als 250 Künstler waren bei der Dresdner Schlössernacht zu erleben.
Sie präsentierten einen Querschnitt durch alle denkbaren
Musikrichtungen, vom flotten Boogie bis zu handge-machter Rockmusik,
von witzigen Gassenhauern bis zu preisgekrönter Klassik, von
latein-amerikanischen Rhythmen bis zum gefühlvollen Chanson.
Tanzbegeisterte Festbesucher kamen in diesem Jahr besonders auf ihre
Kosten. Für sie wurde am Lingnerschloss und Schloss Albrechtsberg
Tanzböden gelegt, wo sie zu flotter Tanzmusik das Tanzbein schwingen
konnten. In der Saloppe dagegen verführte feinste Swing- und
Jazzmusik zum Tanzen. Insgesamt wurde an fünf Orten Platz zum
Schwoof nach Musik verschiedenster Stile geschaffen.
Immer
wieder begegnete man kostümierten Fabelwesen und traf auf frühere
Schlossherren und deren Zeitgenossen. Neben dem ehemaligen
Schlossherrn und Odolkönig Lingner war Karl May in seinem Jubeljahr
vor Ort. Außerdem schaute die Erfinderin des Kaffeefilters Melitta,
vorbei. Auch Prinz Albrecht wurde gesehen – er hatte gemeinsam mit
Lord Findlater, Karl August Lingner und einem Jungpionier die
„Elbhangzombis“ gegründet und unterhielt das Publikum mit
musikalisch-verbaler Pöbelei.
Neu:
Der JugendKunstweg als ein Ort der Fantasie
Zum
ersten Mal war die JugendKunstschule bei der Schlössernacht dabei.
Sie belebte den traditionellen Weg der Künste, wo sich bislang
Dresdner Maler präsentiert hatten, und
zeigte
den Besuchern die Vielfalt der künstlerischen Angebote, die auch auf
Schloss Albrechtsberg zu Hause sind. Insgesamt waren 90 Akteure der
JugendKunstschule beteiligt. Vom Tanz über Märchen und kreative
Drucktechnik bis hin zu Malerei und Keramik reichte die Palette, und
man konnte sich mit Prinz Albrecht und Rosalie fotografieren lassen.

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